MAX PECHSTEIN • RÉ SOUPAULT



MAX PECHSTEIN – Bildreportage – Mit freundlicher Genehmigung von Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg | Photoreport – Courtesy of Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg – © 2011-2017 ARTIS DIVERSIS – J.A.G. Baloghy – Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved.
  
Paul Hindemith (1895-1963): Kammermusik No. 1 for small orchestra, op. 24/1 [15:01], Kammermusik No. 2 for obligato piano and 12 solo instruments, op. 36/1, movements 1 & 2 [11:15], Kammermusik No. 2 for obligato piano and 12 solo instruments, op. 36/1, movements 3 & 4 [7:45], Kammermusik No. 3 for obligato cello and 10 solo instruments, op. 36/2 [18:21], Kammermusik No. 4 for solo violin and large chamber orchestra, op. 36/3 [21:32], Kammermusik No. 5 for solo viola and large chamber orchestra, op. 36/4 [19:24], Kammermusik No. 6 for viola d’amore and chamber orchestra, op. 46/1 [17:30], Kammermusik No. 7 concert for organ and chamber orchestra, op. 46/2 [17:27] – Quelle/Source: Paul Hindemith (1895-1963) – Kammermusik 1-7 – gespielt v. Ensemble 13 – 1978 – Avant Garde Projekt bei Kenneth Goldsmith – Link: UbuWeb Sound. Link: Fondation Hindemith. – © 2011-2017 ARTIS DIVERSIS – J.A.G. Baloghy – Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved.




RÉ SOUPAULT – Bildreportage – Mit freundlicher Genehmigung von Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg | Photoreport – Courtesy of Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg – © 2011-2017 ARTIS DIVERSIS – J.A.G. Baloghy – Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved.
  
Philippe Soupault (1897-1990): Interview (1959) – Quelle/Source: Philippe Soupault (1897-1990) – Avant Garde Projekt bei Kenneth Goldsmith – Link: UbuWeb Sound. © 2011-2017 ARTIS DIVERSIS – J.A.G. Baloghy – Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved.


MAX PECHSTEIN (1881-1955)
von Johann A.G. Baloghy – 20.07.2011 – Regensburg

Ein vielseitiger Künstler, der seine subjektive Gefühle und vom Umfeld ausgelösten Reaktionen mit Kunst-Sprachdialekten wie Dekorationsmalerei, Malerei, Wandmalerei, Grafik, Mosaik, Glasfenster, Bildhauerei und Kunsthandwerk, zum Ausdruck gebracht hat.
1881 wurde Max Pechstein in Zwickau geboren und im Alter von 74 Jahren 1955 in West-Berlin gestorben. Max Pechstein zählt zu den bedeutendsten Vertretern des in Deutschland vorherrschenden künstlerischen Stils insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg. Er gehört mit seinen gleich gesinnten wie Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff zu den wichtigsten Künstlern, die aus den Werken von Vincent van Gogh, Edvard Munch und James Ensor, die Wurzeln des deutschen Expressionismus, geschöpft haben. Aber nicht nur Vincent van Gogh hat Max Pechstein beeinflusst, sondern auch Paul Cezanne mit seinen tanzenden Figuren-Kompositionen und Stillleben.
Insbesondere die zirkulären Kompositionsgeneratoren und die alternierenden Variationen der Kopfbewegung und Blickrichtung der Figuren, die Cezanne Kompositionen prägen. Wie der berühmter anfänglich impressionistischer und später expressionistischer Maler Paul Gauguin aus Frankreich, mit seinen exotischen Werken aus Tahiti, hat Max Pechstein auch exotische Themen aus den Palauinseln abgebildet.
Mit Emil Nolde und Otto Müller gehörte Max Pechstein zeitweise auch der von Ernst Ludwig Kirchner geführte Künstlervereinigung „Die Brücke“, wo die entstandene Werke auch den Künstlern aus den benachbarten Ländern wie Oskar Kokoschka und Egon Schiele aus Österreich, Georges Rouault und Chaim Soutine aus Frankreich, beeinflussten. Max Pechstein hat auch sehr viel experimentiert.
Mit der Betrachtung seiner Werke kann man einen sehr guten Einblick in die Strömungen der Malerei vom Anfang des 20. Jahrhunderts gewinnen.
Mit diesen Eindrücken bewaffnet, empfiehlt sich ein weiterer Ausflug, und zwar nach Paris in das Musée d’Orsay.

RÉ SOUPAULT (1901-1996)
von Johann A.G. Baloghy – 20.07.2011 – Regensburg

Eine vielseitig kreative, willensstarke, sensible, rezeptive und extrem produktive Persönlichkeit war die Fotografin, Journalistin, Modedesignerin und Filmschaffende Ré Soupault, die mutige Künstlerin der Avantgarde.
1901 wurde Ré Soupault als Meta Erna Niemeyer in Bublitz/Pommern geboren und im Alter von 95 Jahren 1996 in Paris gestorben. Um Ré zu verstehen ist wichtig erst den Einblick in die Philosophie von Walter Gropius (1883-1969) und des Bauhauses zu gewinnen. In erster Linie war der Gemeinschaftsgedanke des Schaffens, die diversifizierte Auseinandersetzung mit den verschiedensten visuellen Kunstdisziplinen wie bildende und darstellende Kunst, Grafik Design, Fotografie und Film, die Material-Werkstätten und nicht zuletzt das „individuelle“ dennoch „strenge“ vielschichtige Studium, was ein unendlicher Reichtum der kreativen Möglichkeiten darstellte. Begeistert folgte Sie die Gedanken der „Meister“ wie Johannes Itten, Paul Klee, Wassily Kadinsky, Oskar Schlemmer, insbesondere aber die von Lucia Moholy-Nagy, Umbo (Otto Maximilian Umbehr), Nina Kadinsky und sammelte die praktische Erfahrung als Assistentin des Avantgarde Filmemachers Viking-Eggeling (1880-1925). Die volle Entfaltung des ganzen Könnens der Fotografin Ré, erfolgte auf der Seite des Ehemannes, des surrealistischen Dichters, Philippe Soupault (1897-1990), als Reisereporterin im Wort und Bild. Mit einem ausgeprägten Sinn und Mut für die Themenauswahl, guten Blickwinkel, Komposition mit deren linearen oder zirkularen Generatoren und Bildschnitt, Licht und Schatten, realen Szenen im surrealistischen Kontext hat Ré ausgezeichnete fotografische Werke geschafft. Sie war Übersetzerin von Texten für André Breton, Tristan Tzara und Essayistin. Das „Tranformationskleid“ was durch Komponente, die als „Clip on“ Teile in der Funktion und Dekoration, schnell austauschbar waren und somit das Kleid für viele Anlässe anwendbar machte, war der Höhepunkt des kognitiven designerischen Schaffens von Ré Soupault.


Exzellentes Ausstellungsprogramm – Kunst der Moderne beim Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg
von Johann A.G. Baloghy – 20.07.2011 – Regensburg

Moderne Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart aus Mittel- und Südeuropa wird im historischen und sehr flexiblen Baukomplex der Galerie seit 1906, nach dem Umbau der ehemaligen städtischen Turnhalle aus dem Jahre 1871, auf ca. 2300 qm einzigartig präsentiert.

Ein exzellentes Ausstellungsprogramm über die Moderne prägen die derzeitigen Ausstellungs- und Veranstaltungsaktivitäten des Kunstforums. Vertieft man sich in die Inhalte der letzten Präsentationen über die Werke von Markus Lüpertz, Max Pechstein, Ré Soupault, gewinnt der Besucher auch umfassende direkte oder indirekte Eindrücke über die richtungsweisenden Strömungen der europäischen Kunst des 20. Jahrhunderts.

Dazu zählt das Ende des Traditionalismus aus dem 19. Jahrhundert, der Impressionismus, der Kubismus, der Futurismus, der Expressionismus, der Fauvismus, der Dadaismus, der Surrealismus, das De Stijl, der Konstruktivismus, die kinetische Kunst und das polyvalente Curriculum vom Bauhaus etc., um einige hier zu erwähnen.
Die Arbeiten der Künstler der Moderne und Postmoderne widerspiegeln in der Chronologie die Einflüsse, die zeitweise aufeinander gewirkt haben. Dem Kunstforum gelingt hervorragend, dank des eingespielten hoch motivierten Teams von Experten, Kuratoren und Organisatoren, diese komplexe Zusammenhänge systematisch zu bündeln und dem interessierten Publikum die Inhalte sehr gut strukturiert zu präsentieren.



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